…die geheime Welt der gehörnten Naturgötter

Ziegen – eigensinnige Meckerliesen und unersättliche Allesfresser. Mit ihrer neugierigen und selbstbewussten Art eroberten die Paarhufer schon früh die Zuneigung der Menschen. Bereits seit knapp 10.000 Jahren gehen Menschen und Ziegen einen gemeinsamen Weg. Sie gehören somit zu den ältesten Nutztieren der Menschheit. Da Ziegen sehr genügsam sind und in kargen Gegenden hervorragend überleben können, haben sie bis heute einen sehr hohen, überlebenswichtigen Stellenwert in einigen Teilen der Welt.

Doch es sind nicht nur die Aspekte der „Nutztierhaltung“, die diesen Stellenwert ausmachen, im Laufe des Zusammenlebens haben sich die Ziegen mit dem Menschen auch auf ganz andere Art und Weise verbunden.

So fanden die Herdentiere Einzug in Märchen, Mythen, Geschichten und Kultur des Menschen. In den ursprünglichen Kulturen Europas galt die Ziege als Verkörperung der wilden Natur. Gehörnte Naturgötter, wie etwa Pan oder Faun, symbolisierten die Fruchtbarkeit und die ungezähmte Natur. Im Zuge der Christianisierung wurden diese bocksbeinigen und gehörnten Naturgötter zum Sinnbild des Bösen. Im Unterschied zu den hörigen und zahmen Schafen welche zu dem Symbol des treuen christlichen Glaubens wurden, wurden die Ziegen wegen ihrer gegensätzlichen Eingenschaften dämonisiert und verteufelt. Das moderne Bild des Teufels basiert nicht zufällig auf den ziegengestaltigen Naturgöttern.

Diese Wildheit und Ungezähmtheit aber auch Ihre Neugierde, Widerstandskraft und ihr standfestes Klettervermögen sind die ureigenen Eigenschaften der Ziegen. In schamanisch geprägten Kulturen war es üblich, dass man sich mit Ritualen, und Ritualobjekten die Kraft oder bestimmte Eigenschaften von Tieren zu Nutze gemacht hat. So ist es kein Wunder, dass auch die Ziegen ein beliebtes „Krafttier“ sind, wann immer es von Nöten ist, sich selbst widerstandsfähiger zu machen, sicherer in unwegsamen Situationen des Lebens zu agieren oder mehr an seine eigene wilde Natur angebunden zu werden. In vielen Teilen der Welt findet man daher bis heute Zeugnisse von Artefakten rund um die Ziege, die mit Schamanismus, Zauberei oder auch Heilung in Verbindung stehen.

Aber auch in unserer modernen Welt können uns die Ziegen mit ihrem sturen, selbstbewussten und neugierigen Wesen ein guter Lehrmeister sein. Allein der bloße Kontakt zu den geselligen Huftieren kann uns wohltuend, stärkend oder gar heilsam sein. Spaziergänge und Wanderungen durch Wald und Heide, über Felder und Wiesen zusammen mit den Geißen verändern unsere Perspektive und geben uns neue Einsichten auf die Welt und uns selbst. Die Ziegen erhellen unser Gemüt.

Dabei sind sie stets ehrlich, ganz sie selbst und lassen sich von keinem Regelwerk dieser Welt in ihrer Art einschränken. Alle diese Themen werden wir in diesem Seminar aufgreifen und ausführlich und anschaulich beleuchten. Mit einer Auswahl an besonderen Artefakten aus verschiedenen Teilen der Welt wird die Rolle der Ziegen in Zauberei, Schamanismus und Alltag veranschaulicht.

Aber auch der Kontakt zu echten Ziegen ist ein wesentlicher Teil dieses Seminars. Bei einer Ziegenwanderung kann jeder seinen ganz eigenen Zugang zu den Tieren finden. Eine Räuchermeditation gibt zudem die Möglichkeit, sich spirituell mit der Kraft der Ziegen zu verbinden.

Wann?         Teil 1 25.05. – 10-13 Uhr / Pause / 14-17 Uhr

                        Teil 2  26.05. – 10-14 Uhr

Wo?             23923 Herrnburg (Gemeinde Lüdersdorf)

Kosten?      190,00€ pro Person (Snacks und Getränke stehen durchgehend bereit)

8 – 10 Teilnehmer

ANMELDUNG erfolgt HIER (bitte klicken)

Es besteht die Möglichkeit, gegen Spende, auf dem Gelände zu zelten, ansonsten gibt es in den umliegenden Orten auch Ferienunterkünfte. Es handelt sich hierbei um eine Veranstaltung in Kooperation mit Naturerlebnis Kalis.